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Das Konzept 

  1. Bildungsauftrag

Der Kindergarten bietet den Kindern Erfahrungsmöglichkeiten, die zur Entfaltung einer sozial gebildeten, wertorientierten Persönlichkeit beitragen. Das Spiel als pädagogisches Prinzip gewährt den Kindern die altersgemäβe Erschließung ihrer Umwelt.

Der Kindergarten vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten, die den Einstieg in die Schule erleichtern. Es ist Aufgabe des Kindergartens einer einseitigen Wissensvermittlung  vorzubeugen und somit die Entfaltung der Kinder zu fördern. Ziel ist es, auftretende Schwierigkeiten eines Kindes zu erkennen und den Möglichkeiten entsprechend darauf zu reagieren.

Der Kindergarten arbeitet mit den Eltern zusammen.

Der Kindergarten, als Teil einer Begegnungsschule, bietet den Kindern schon früh die Möglichkeit, verschiedene Nationalitäten, Kulturen und Religionen kennen zu lernen.

 

  1. Rechte der Kinder

Soziale Beziehungen sind Grundvoraussetzungen aller Bildungsprozesse und geben Kindern im Bildungsbereich „Kultur, Gesellschaft und Politik“ erste Orientierung.

Im Kindergarten gelten folgende Rechte, welche von Kindern verstanden und beachtet werden sollen:

  • Alle Kinder haben die gleichen Rechte.
  • Alle Kinder haben das Recht, zu lernen und sich zu entfalten.
  • Alle Kinder haben das Recht, Fragen zu stellen und verständliche Antworten zu erhalten.
  • Alle Kinder haben das Recht zu spielen.
  • Alle Kinder haben das Recht auf Rücksichtnahme.
  • Alle Kinder haben das Recht, ihre Ideen und Wünsche auszudrücken.
  • Alle Kinder haben das Recht, ihre Gefühle auszudrücken.

Im Kindergarten, in dem alle Kinder gleiche Rechte haben, bestehen besonders gute Voraussetzungen für ein kindgemäßes Erleben und Gestalten von Grundformen der  Demokratie.

 

  1. Gestaltung der pädagogischen Arbeit

Mit unterschiedlichen, wechselnden Spielsituationen und Materialien werden Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten auf vielfältige Weise gefestigt und erweitert. Die Angebote für die Kinder erfolgen in  einem ausgewogenen Verhältnis von freiem Spiel und angeleiteter Beschäftigung. Dabei erfolgen alle Bildungsimpulse so, dass die Kinder sie physisch, kognitiv und kinetisch also mit allen Sinnen erfassen und erfahren können. Ziel ist es, Kinder darin zu stärken, neugierig zu sein und Gegebenes zu hinterfragen.

 

  1. Spracherziehung

Im Hinblick auf den Übertritt in die DEO liegt der Schwerpunkt der Kindergartenarbeit in der Spracherziehung. Dabei gilt es, die deutsche Sprache als wichtigste Kommunikationsform auf- und auszubauen. Der Wortschatz wird gezielt erweitert, indem neue Wörter und grammatikalische Regeln immer in einen thematischen oder sozialen Zusammenhang präsentiert werden. Die Anwendung erfolgt durch einen unbefangenen und spielerischen Umgang mit der Sprache. Wichtige Gesprächsregeln werden aufgestellt und eingeübt.

Jede Gruppe wird in der täglichen Deutschstunde in DaM (Deutsch als Muttersprache) und DaF (Deutsch als Fremdsprache) geteilt. Der DaF-Unterricht findet im separaten Sprachraum statt.

 

  1. Naturwissenschaftlich-technische Bildung und Medien

Die Bereitschaft der Kinder vieles auszuprobieren, wird  bewusst gefördert. Um dies zu erreichen, werden der gezielte Umgang mit der Natur, vielfältige Materialien und unterschiedliche Objekte eingesetzt. So werden die Kinder zum Untersuchen, Vergleichen, Ordnen und Verändern motiviert. Sie erkennen spielerisch Konstruktionsprinzipien, Formen der Geometrie und mathematische Beziehungen.

Der sinnvolle Umgang mit Medien ist  ein weiteres Mittel für Kinder, sich die Lebenswelt zu erschließen. Die Kinder werden spielerisch, schrittweise und dem Alter entsprechend an den Umgang mit verschiedenen Medien herangeführt. Ziel der Medienerziehung ist es, die Kinder zur bewussten, zielgerichteten und auch kritischen Nutzung von Medien zu befähigen

 

  1. Musisch-ästhetische Bildung und bildnerisches Gestalten

Die musisch-ästhetischen Ausdrucksformen der Kinder werden angenommen, bevor ihnen der Kindergarten neue Erfahrungen anbietet. Er stellt  den Rahmen für vielfältige Möglichkeiten zum Experimentieren und Erproben in folgenden Bereichen:

  • Musik & Rhythmik
  • Tanz
  • Mimik & Rollenspiel
  • Literatur

Im bildnerischen Gestalten wird die Wirkung von Form, Farbe, Körper, Raum und Bewegung erlebt. Dies geschieht in folgenden Erfahrungsfeldern:

  • Zeichnen
  • Malen
  • Plastisches und räumliches Gestalten
  • Spielerische Aktionen
  • Bildbetrachtung

 

  1. Körper, Gesundheit, Bewegung

Jedes Kind soll seine Grundbedürfnisse nach Bewegung ausleben können. Körperbewusstsein, gesunde Ernährung und Hygienemaβnahmen tragen dazu bei, die Gesundheit zu stärken und die Sinneswahrnehmung zu verfeinern. Das Bewegungsbedürfnis der Kinder wird besonders in den Sporteinheiten , sowie in der Gartenzeit angeregt und gefördert. Das gemeinsame Frühstück und das wöchentliche Kochen (in der Vorschule) bieten Gelegenheit, auf gesunde Ernährung zu achten.

 

  1. Teamarbeit

Die Mitarbeiterinnen bereichern und ergänzen sich gegenseitig durch ihre individuellen Fähigkeiten und Interessen. Die kontinuierliche Reflexion der pädagogischen Arbeit lässt sie stets offen für Veränderungen sein.

Das Team trifft sich sowohl vollzählig als auch innerhalb der Jahrgänge und der einzelnen Gruppen in regelmäßigen Abständen. Bei diesen Treffen werden im Wesentlichen folgende Punkte besprochen:

  • Reflexion der pädagogischen Arbeit
  • Fallbesprechungen
  • Rahmenpläne
  • Organisatorisches

 

  1. Elternarbeit

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Eltern und Erzieherinnen ist die Voraussetzung für die Entfaltung der Persönlichkeit und die Fähigkeiten der Kinder. Im kindlichen Entwicklungsprozess basiert die Kooperation zwischen Eltern und  Kindergartenteam im Wesentlichen auf:

  • Erfahrungsaustausch über Wahrnehmungen, Beobachtungen,  Deutungen und Sichtweisen
  • Regelmäßige Elterngespräche über die Entwicklung des Kindes
  • Elternabende
  • Veranstaltungen
  • Familientreffen

„Tür- und Angelgespräche“ sind wichtig, bieten aber keine Möglichkeit, ausführlich über das Kind zu sprechen. Deshalb werden zwischen Erzieherinnen und/oder Deutschlehrerinnen und Eltern Gesprächstermine vereinbart. Die Gespräche dienen dem Austausch über den Entwicklungsstand des Kindes.

 

  1. Elternvertreter

Die Eltern jeder Klasse wählen aus ihrer Mitte (unter Berücksichtigung der Sprachgruppen DaF und DaM) zwei Vertreter. Durch diese können Ideen und Vorschläge aller Eltern in den Kindergartenalltag einflieβen, sofern sie umsetzbar sind und dem Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag entsprechen.

Die Aufgaben der Elternvertreter umfassen im Wesentlichen:

  • Pflege der Kontakte zwischen Eltern und Kindergarten
  • Treffen mit der  Leitung, um Fragen zu klären und Aufgaben zu besprechen
  • Weiterleitung/Kommunikation von Informationen und Maßnahmen der Kindergartenleitung in akuten Krisen bzw. Notfallsituationen (Telefonkette)
  • aktive Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung von besonderen Projekten

 

  1. Ethik, Religion und Philosophie

Die interkulturelle  Begegnung im Kindergarten bietet dem Kind die Möglichkeit Fragen zu stellen. Diese werden unter Berücksichtigung der verschiedenen Religionen und Kulturen kindgerecht und wertneutral beantwortet. Durch diese Offenheit beginnen die Kinder eigene Meinungen zu bilden, zu äußern und zu vertreten. Dies ist ein erster Schritt auf dem Weg zur Entwicklung einer eigenständigen und toleranten Persönlichkeit.

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