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Besuch der Evangelischen Hochschule Nürnberg an der DEO Kairo

Besuch der Evangelischen Hochschule Nürnberg an der DEO Kairo

Besuch der Evangelischen Hochschule Nürnberg an der DEO Kairo

Besuch der Evangelischen Hochschule Nürnberg an der DEO Kairo
Besuch der Evangelischen Hochschule Nürnberg an der DEO Kairo

Besuch der Evangelischen Hochschule Nürnberg an der DEO Kairo

 

Im Rahmen einer Studienreise nach Kairo besuchte Prof. Dr. Jörg Lanckau vom 9. bis 13. März gemeinsam mit einer Gruppe von Studierenden der Evangelischen Hochschule Nürnberg die DEO Kairo. Im Mittelpunkt des Besuchs stand der kooperative Religionsunterricht, der seit vielen Jahren zum besonderen Schulprofil der DEO gehört und weit über die Schule hinaus Aufmerksamkeit findet.

Zu Beginn nahm die Gruppe am kooperativen Religionsunterricht einer 12. Klasse bei Herrn Dr. Alawady und Herrn Eicker teil. Die Studierenden erhielten dabei einen unmittelbaren Einblick in eine Unterrichtsform, in der christliche und Schülerinnen und Schüler gemeinsam über religiöse, ethische und gesellschaftliche Fragen ins Gespräch kommen. Der Unterricht zeigte eindrucksvoll, wie religiöse Bildung an der DEO nicht trennend, sondern verbindend wirkt.

Im Anschluss fand in der Großen Aula ein Symposium zum kooperativen Religionsunterricht statt, zu dem die Klassen der Oberstufe eingeladen waren. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler berichteten von ihren Erfahrungen mit diesem besonderen Unterrichtsmodell und machten deutlich, welchen Wert der gemeinsame Austausch für gegenseitiges Verständnis, respektvollen Dialog und das schulische Zusammenleben besitzt.

Ergänzt wurde das Symposium durch einen historischen Überblick, der die Anfänge des kooperativen Religionsunterrichts seit dem Jahr 2001 beleuchtet. Dabei wurde deutlich, dass dieses Projekt aus einer besonderen geschichtlichen Situation heraus entstanden ist und sich seitdem zu einem festen und identitätsstiftenden Bestandteil der DEO entwickelt hat.

Neben dem Besuch an der Schule umfasste die Studienreise weitere Begegnungen, die den interreligiösen und kulturellen Horizont der Gruppe erweiterten. Herr Prof. Dr. Ghattas lud die Gruppe zu einem Gastvortrag von Prof. Dr. Kremer von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zum Thema „Die Frühgeschichte der armenischen Kirche“ in das Institut für Patristische Studien in Heliopolis ein.

Auch ein Treffen mit Herrn Steffen Krüger, dem Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kairo, bot den Studierenden die Möglichkeit, aktuelle gesellschaftliche und politische Fragen Ägyptens aus deutscher und internationaler Perspektive zu betrachten.

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war ein interreligiöser privat organisierter Begegnungsabend, bei dem Prof. Dr. Lanckau einen wissenschaftlichen Vortrag zum Thema „Jesus im Garten Gethsemane“ hielt. Dieser Abend während des Ramadans machte durch Lieder, Gebete und geistliche Impulse aus der Bibel und dem Koran auf besondere Weise erfahrbar, wie Begegnung, gemeinsames Hören und religiöser Austausch Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher religiöser Prägung bauen können.

Den Höhepunkt der Reise stellte ein Treffen mit dem koptischen-orthodoxen Papst Tawadros II. in seiner Residenz in Abbassia dar. Diese außergewöhnliche Begegnung gab der Gruppe einen tiefen Einblick in die Bedeutung der koptisch orthodoxen Kirche in Ägypten und in ihre Rolle im religiösen und gesellschaftlichen Leben des Landes. Für die Studierenden war dieses Treffen ein eindrucksvoller Abschluss einer Reise, die theologische Bildung, interreligiösen Dialog und persönliche Begegnung miteinander verband.

Der Besuch der DEO Kairo durch die Evangelischen Hochschule Nürnberg zeigt erneut, welche Strahlkraft der kooperative Religionsunterricht besitzt. Er ist nicht nur ein schulisches Unterrichtsmodell, sondern ein lebendiges Beispiel dafür, wie religiöse Bildung zu Verständigung, Respekt und Frieden beitragen kann.

Die Begegnung mit Prof. Dr. Lanckau und seinen Studierenden war für die DEO eine große Bereicherung und zugleich eine Ermutigung diesen besonderen Weg weiterzugehen.

Frank Laska
(Fachbereich Religion)

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